Montag, 28. Januar 2008

Ameiseninvasion

dass es hier im grünen Neuseeland allerlei Getier haben würde, davon bin ich ja ausgegangen. Und dass wir auch am und im Haus nicht gänzlich verschont bleiben, war auch nicht überraschend. Schließlich haben wir ja auch grün direkt vor der Haustüre und da tummelt sich schon so einiges.

Spinnen, Ameisen, Fliegen, verschiedene Vögel und vermutlich noch deutlich mehr. Aber ich will das eigentlich auch garnicht soooo genau wissen ;-)

Weberknechte im Haus find ich nicht wirklich schlimm. Sie tun mir nix, ich tue ihnen nix. Nur wenn sie sich zu doll vermehren, dann hab ich doch was dagegen.

Fliegen sind in der Hauptsache einfach nervig, weil sie sich immer an der falschen Stelle niederlassen und auch noch so schrecklich brummeln.

Die Sandflöhe haben es in sich. Die beißen nämlich richtig fies. Sogar kleine Stücke aus der Haut. Zum Glück wurde ich bisher noch kein Opfer der Bissattacken. Nur T. muss immer wieder leiden.


Richtig doof dagegen sind die Ameisen. Die suchen sich nämlich immer wieder den Weg zu uns in die Wohnung, was dann vor allem morgens nach dem Aufstehen für unangenehme Überraschungen sorgt. Kein Wunder eigentlich, dass das Getier hier so gut reinkommt. Schließlich haben wir hier keine Tür- und Fensterdichtungen, da sind RIESIGE Spalten zwischen Tür / Fenster und Rahmen. Da kommen von der Größe her nicht nur Ameisen durch *grusel*
Noch ein Grund mehr, Dichtungen anzubringen.

Erste Bekanntschaft haben wir bereits um Weihnachten rum geschlossen. Als ein paar Plätzchenkrümel auf dem Boden lagen und am nächsten Morgen von Ameisen umlagert waren. "Kann ja mal passieren" haben wir uns da noch gedacht. Passen wir halt in Zukunft besser auf, dass nix auf dem Boden rumliegt.
Die Taktik war auch durchaus sehr erfolgreich.

Zumindest bis letzten Mittwoch.
Als T. morgens in die Küche kam, sah er folgendes:


nicht gerade das, was man direkt nach dem Aufstehen sehen will.
Eine riesige Ameisenstraße zog sich von der Terassentüre über die komplette Arbeitsfläche. Sämtliche Lebensmittel, die auf der Bar rumstanden waren befallen. Auch die Reste des leckeren Kuchens :-(
Wir haben uns also drangemacht, alles möglichst schnell wieder ameisenfrei zu bekommen. Das ging mit dem Staubsauger auch ganz gut. Und weil gerade Mülltag war, haben wir die Ameisen auch gleich richtig entsorgt.

Seither achten wir peinlich genau auf die Sauberkeit im Küchenbereich. Wir versuchen abends wirklich ALLES wegzuräumen.
Die Lebensmittel in den Kühlschrank, die dreckigen Teller, Töpfe und Pfannen in die Spülmaschine.
Nur ist das leider nicht so einfach. Meist stellen wir die Spülmaschine abends nochmal an. Und dann müssten wir sie VOR dem ins-Bett-gehen nochmal ausräumen, um die letzten Reste einzuräumen. DAZU fehlt uns aber dann doch der Nerv. Oder wir sind einfach zu müde.

Den Boden putzen wir ganz normal. Also auch nicht jeden abend. Auf die Idee wäre ich auch garnicht gekommen, wenn nicht...


... ja, wenn ich nicht heute morgen DIESE Entdeckung gemacht hätte:



Da waren sie also wieder, die Ameisen.
Eigentlich wollte ich den Zwerg zum Frühstück in seinen Stuhl setzen, aber ich zuckte dann doch zurück. Den Stuhl konnte ich ja schnell raus auf die Terasse tragen, damit sich die Tierchen nicht noch weiter durch die Wohnung verteilen.
Dann habe ich mich auf die Suche nach der Ameisenstrasse gemacht.
Diese führte diesmal nicht auf direktem Weg zur Terassentüre, sondern durch das ganze Wohnzimmer, vorbei an der Couch und am Kamin zur anderen Terassentür.

Ich hab also vermutlich alle Ameisen in Wischwasser ertränkt, einzelne Nachzügler nachträglich vernichtet (und vermutlich ganz viel "Mieses Karma" gesammelt) und mich dann mit einem mulmigen Gefühl an den Frühstückstisch gesetzt.

Heute wurde ich dann auch promt von den Ameisen verfolgt.
Ständig hatte ich das Gefühl, das gerade eine irgendwo an mir rumkrabbelt.
Das hat mich ganz kirre gemacht.


Und WAS bitteschön sollen wir gegen die Invasionen tun???
Schließlich können wir hier nicht alles steril und porentief rein putzen. Und irgendwelche Mittelchen gegen Ameisen ausbringen geht mit Kleinkind auch nicht so gut.
Ob die Dichtungen ausreichen, weiß ich nicht so genau zu sagen.
Mal schauen, was der Vermieter dazu sagt.

Aber SO kann es nicht weitergehen.
Da wird mir schon vom bloßen drandenken schlecht.
Und immer den Stress VOR dem Frühstück möchte ich auch nicht haben.

Donnerstag, 24. Januar 2008

WAHNSINN!!!

einfach Wahnsinn.
Was der Zwerg hier alles neu entdeckt.
Und wie er sich entwickelt!!
Ich finde das Tempo schon fast beängstigend.

Da ist es gerade mal 18 Monate her, dass ich mit dickem Bauch durch die Gegend gelaufen bin (ok, eher langsam und gemütlich, aber gelaufen und nicht gewatschelt!!), und jetzt???

Er ist schon ein richtig großer und kann soooooooo viel!!!
Vor 18 Monaten noch der Kugelbauch, dann dieses winzige Wesen, das nicht viel machen konnte. Wobei er im Vergleich zu anderen Neugeborenen durchaus NICHT winzig war mit seinen 4kg.
Er konnte hauptsächlich rumliegen, schreien, weinen, brüllen (wie auch immer), schlafen und auch mal zufrieden glucksen. Aber sonst war nicht viel.

Und dann im 1. Lebensjahr.
Die motorische Entwicklung.
Klar, dass er sich auch auf anderem Gebiet entwickelt hat, aber das Motorische war am auffälligsten.
Vom "einfach nur rumliegen" über "drehen" zum "robben" in wenigen Monaten. Krabbeln kam kurz später und mit etwa einem Jahr konnte er gut an Möbeln und der Hand laufen. Hat nur noch gefehlt, dass er loslässt.
Und das alles in nur EINEM Jahr!!!
Ich kann es immernoch kaum glauben.

Jetzt läuft er seit gut 3 Monaten alleine. Mittlerweile mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er nie was anderes gemacht. Wenn wir abends T. vom Bahnhof abholen, läuft der Zwerg 3/4 der Strecke selbst. Den Rest will / muss er getragen werden. Und natürlich brauchen wir ungefähr 4x so lange für den Weg, wie alleine. Aber DAS ist doch egal!!!
Er läuft!!!!
Ganz selbständig!!!
Und wenn er garnicht mehr kann, trag ich ihn ein bisschen. Allerdings wird mir das oft zu schwer, und da der junge Herr nicht mehr gerne im Ergo getragen wird, muss er eben laufen. Ich lasse ihn dann immer selbst entscheiden, ob er in den Ergo will oder laufen. Meistens läuft er dann noch ein bisschen.

Auch wenn wir einkaufen gehen, möchte er selbst laufen. Meist schiebt er dann den Einkaufswagen durch den Laden. Ist bloß blöd, wenn man gerade etwas sucht und dann der Wagen weg ist ;-)
Im Wagen SITZEN ist ja schließlich was für kleine Kinder.

Manchmal denke ich fast, der Zwerg ist ein bisschen größenwahnsinnig.
Er KÖNNTE sich auch länger Zeit lassen.
Er MUSS nicht den Wagen schieben.
Er MUSS auch nicht nach dem Spielen oder Lesen wieder aufräumen. Macht er aber trotzdem ;-)
Oder die Windel wegtragen. DAS macht ihm meistens sogar richtig Spass.
Also kriegt er halt Aufgaben, die er erledigen kann und alle sind froh und glücklich.

Auch jetzt merke ich, wie sich seine Motorik weiterentwickelt, auch wenn es nicht mehr in den Riesenschritten geht, wie im 1. Jahr.
Er kann jetzt z.B. einen Labello Stift auf- und zumachen. Dabei freut er sich dann wie ein Schneekönig (wobei es dafür ja eigentlich die falsche Jahreszeit ist) und lacht sich schepp. Das ist soooo knuffelig. Da muss ich auch immer lachen.
Oder beim Turmbau zu Babel ;-)
Seine Türme aus Bauklötzen sind oft schief und schepp, aber sie stehen. Und sind zum Teil richtig hoch. Im Moment hat er etwa 10 Bauklötze, mit denen er spielt und die er ALLE aufeinanderstapeln kann. Das find ich schon ziemlich beachtlich. Weil die Bauklötze auch alle unterschiedlich sind. Also nicht einfach Würfel auf Würfel.

Jetzt im 2. Lebensjahr kann man richtig SEHEN, wie sein Gehirn arbeitet.
Manchmal wundere ich mich, dass es nicht aus den Ohren qualmt.
Fast jeden Tag hat er was neues.
Sei es ein neues Wort für ein Tier, oder die Erkenntnis, dass Papa abends durch die Türe heimkommt (wenn wir ihn mal nicht abholen).
Er kann mittlerweile schon einige Tiere benennen und noch mehr zeigen. Besonders goldig ist es, wenn er den Uhu ausspricht. Das klingt dann etwa so: u---hu. mit langer Pause dazwischen und Betonung auf beiden u's.
Und er versucht auch immer wieder neue Worte, die er noch nicht aussprechen kann.
Und er hat auch Wörter mit Doppelbedeutung. "Zug" und "zu" heißen je nach Situation gleich. Und wenn der Papa abends aus dem Zug steigt, ist er erstmal garnicht wichtig. Schließlich ist der Zug gleich wieder weg, und der Papa ja den ganzen abend da ;-)
Das ist immer sooo witzig!!!

beim Frisuer

am letzten Montag war es soweit. Wir waren beim Frisuer.
Eigentlich ja nichts besonderes. Nur eben für mich. Ich war nämlich noch nie beim Friseur. Und schon garnicht zum Haare schneiden.
Papa hat mich hingetragen. Dabei kann ich schon wirklich gut alleine laufen. Aber naja, tragen geht halt schneller und manchmal find ich das ja auch ganz gut ;-)

Dann mussten wir erst ein bisschen warten, obwohl garnicht so viel los war.
Dann sollte ich auf so einem komischen Stuhl sitzen, aber das wollte ich nicht. Da bin ich Papa lieber gleich wieder in den Arm gesprungen. Zum Glück hat keiner drauf bestanden und ich durfte dann auf Papa's Schoß sitzen.

Mir war das ganze nämlich nicht geheuer.
Wie denn auch.
Da kommt auf einmal jemand an, bindet so einen doofen Umhang um mich rum (total lächerlich), fummelt an meinem Kopf rum und ich soll auch noch freundlich dazu lächeln??? Ne, das geht nicht.
Mama hat Bilder gemacht, Papa hat dumme Kommentare abgegeben, also alles wie immer eigentlich.
Nur, dass mir einfach meine Haare abgeschnitten wurden.
DAS FIND ICH NICHT GUT!!!

Einige haben wir dann in einem Briefumschlag mitbekommen. War ja immerhin mein erster Haarschnitt. Und so ganz wollte ich meine Babyhaare dann doch nicht weggeben. Aber so ist es ok.

Jetzt seh ich auch nicht mehr so nach Baby aus.
Die Haare stehen im Wind (sieht ziemlich cool aus)
der Nacken ist frei.
Und überhaupt bin ich ja sowieso auch kein Baby mehr, sondern ein richtiges Kleinkind.
Jawoll!

Und zum Friseur geh ich trotzdem nur mit Mama und Papa, weil ich nicht auf den doofen Stuhl sitzen will.

Freitag, 4. Januar 2008

Jahresende und Jahresanfang...

oder:
Es waren sehr erfolgreiche Weihnachten ;-)

so, ich muss jetzt auch wieder mal was schreiben, bevor Mama den Blog ganz alleine bestreitet. DAS kann nämlich nicht sein. Ist doch ein Familien-auswander-unsgehtsgut-Blog.

Meine Weihnachten waren sehr erfolgreich.
Angefangen hat es damit, dass ich ein paar Tage vor dem Fest schon zu einer Kinderweihnachtsfeier eingeladen war. Da hab ich dann mal wieder einen Weihnachtsmann gesehen. Das ist nicht sooo besonders, weil die hier massenweise rumlaufen. Aber dieser Weihnachtsmann hatte ein Geschenk für mich dabei. So ganz geheuer war mir das allerdings nicht. Ich war lieber auf Mamas Arm.

Außerdem habe ich vor Weihnachten noch eine neue kurze Hose bekommen. Ein echtes neuseeländisches Stück!! Eigentlich wollten meine Eltern ja nicht, aber ich hab einfach so viel gepieselt, dass meine Windel übergelaufen ist. Da hatten sie dann keine Wahl mehr :-D Und jetzt nenne ich schon einige neuseeländische Kleidungsstücke mein Eigen:
eine Hose, ein Sonnenhut, ein Paar Sandalen, 4 Paar Socken und natürlich das Poloshirt, was Papa im Juli mitgebracht hat.
Ich finde, das kann sich sehen lassen. Obwohl Papa mehr neue Klamotten hat. Irgendwie versteh ich das nicht. Da hat er nicht nur größere, sondern auch noch mehr davon...

So und jetzt zum eigentlichen Fest:
Ich hab einige Geschenke bekommen, bei allen (also auch bei Mamas und Papas) beim auspacken geholfen und mich richtig gefreut. Plätzchen hab ich natürlich auch gegessen. Und alles andere auch.
Mama hat mir ein ganz tolles Buch gebastelt. Wobei..
eigentlich ist es noch kein Buch, aber es wird mal eines!!
Im Moment sind es ein paar Seiten.
Das ist eine davon:


Die anderen macht sie irgendwann auch mal fertig. Wenn sie Zeit hat, sagt sie.
Ich finds toll.
Vor allem, wenn's was zum Spielen auf der Seite gibt.

Geschenke auspacken macht mir richtig Spass. Aber ich kann auch ohne. Jetzt habe ich schon eine ganze Weile nichts mehr ausgepackt und mir geht es trotzdem gut.

Neue Sachen bekomm ich trotzdem immernoch. Oder eigentlich sind es ja alte, aber ich hab die sooo lange nicht gesehen, da sind sie für mich fast neu.

Ich habe jetzt ein richtig eigenes Auto.
Eigentlich gleich mehrere.
  • Eins zum Schieben. Rot ist es und hat eine lange Stange, mir der man dem Fahrer den Kopf verdreht. So richtig schaffe ich es noch nicht, das Teil in die richtige Richtung zu schieben, aber das stört mich nicht. Ich finde es auf jeden Fall toll.
  • eines zum hinter mir her ziehen. Das ist ganz holzfarben. Mit einem Hund, der ein Glockenspiel schlägt. Da weiß immer jeder, wo ich gerade unterwegs bin. Ich nenne es "boubou--audo" was soviel heißt wie Hundeauto.
  • eines zum draufsitzen und rumfahren. Das ist groß und rot, hat einen Stern vorne drauf und ist immernoch ziemlich groß. Aber ich schaffe es schon ein kleines bisschen rückwärts zu fahren. Und ansonsten schiebe ich es halt. Das geht auch ganz gut. Oder Mama oder Papa schieben mich. Allerdings muss ich bisher noch ziemlich viel rumkurven, weil das Zimmer noch nicht aufgeräumt ist. Hoffentlich wird das mal besser, dann kann ich besser fahren.
Eigentlich sind die Autos auch garnicht neu. Ich habe die alle schon zur Geburt bekommen. Aber bisher waren die immer versteckt. Wobei ich auch vorher nicht viel damit hätte anfangen können. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich sie jetzt habe. Ich geh sogar manchmal extra (und alleine) rauf zum großen Auto. Aber ich trau mich noch nicht so richtig alleine die Treppe rauf, und dann ruf ich halt jemanden.

Im großen Auto fahre ich jetzt wieder rückwärts. Mama fühlt sich dann besser. Und ich habe auf jeden Fall mehr Platz als in der Babyschale. Aber das mit dem Ein- und Aussteigen ist schon doof, da hab ich mir schon ein paarmal den Kopf angeschlagen, weil so wenig Platz ist. Und manchmal will ich garnicht ins Auto, dann bestechen mich meine Eltern. Mal mit einer Erdbeere, mal mit was zu spielen, oder auch mal mit einem KitKat. Und wenn ich's aufgegessen habe, fange ich gleich wieder das quengeln an, damit ich noch mehr bekomme.

Ach ja, das liebe essen. Ich esse ja fast alles. Nur der Kartoffelsalat und der Nudelsalat an Weihnachten, die haben mir nicht geschmeckt. Da mag ich Kartoffeln oder Nudeln lieber so. Oder ich nehm halt was anderes. Nutellabrot, Tomaten, Mandelmakronen (mmmmmhhhhhh) oder was halt gerade da ist. Mama findet's toll und mir schmeckts gut. Und ich darf von allem essen. Soviel ich will. Nur KitKat ist leider immer alle. Dabei würd ich sooo gerne noch mehr davon haben....


Zur Zeit lerne ich ganz viele neue Sachen. Ich kann ganz viel zeigen und auch einige Tiere benennen. Da machen wir immer schöne Spiele, das ist total witzig. Meine Eltern lachen sich immer kaputt. Neulich haben sie sich total gefreut, als ich mal "Mama" gesagt habe. Jetzt mach ich das halt ab und zu mal. Aber nicht zu oft, sonst verwöhn ich sie ja ;-)

Ansonsten geht es mir hier recht gut. Es ist fast immer jemand da zum Spielen oder Lesen. Oder rumrennen.
Lesen ist eines meiner Hobbies. Ich lese ALLES, was mir in die Finger kommt. Wobei ich Sachen mit Bildern am besten finde. Und ich stelle auch die Bücher wieder in den Schrank zurück. Manchmal ;-)

Wenn Papa daheim ist, dann überrede ich ihn schonmal zum Spaziergang mit dem Kinderwagen. Da haben die beiden nicht schlecht gestaunt, aber ich wollte wirklich! Und dann bin ich auch direkt eingeschlafen und sie hatten "frei". Ich bin ja garnicht so. Manchmal gönne ich den beiden auch einen freien Abend. So wie gestern. Da bin ich schon um 8 ins Bett und dann bis 11 nicht aufgewacht. DA kann sich doch nun wirklich keiner beschweren. Sonst gehe ich nämlich erst um 9 oder 10 ins Bett, da kommen die beiden manchmal sogar mit, weil sie auch so müde sind.
Im Moment schlafe ich nachts auch nicht soo gut, weil ich wieder Zähne bekomme. Backenzähne sind jetzt dran. Da sabber ich noch mehr als bei den Schneidezähnen.
Einen hab ich schon. Seit Weihnachten, da ist er durchgekommen.
Jetzt kommt untern auf der anderen Seite auch einer. Deswegen kau ich auf allem rum und bin nicht sooo gut drauf. Hoffentlich ist das bald mal vorbei. Ich weiß eh nicht, was ich mit den ganzen Zähnen soll, ich kann doch jetzt auch schon alles essen.

Daran muss ich mich noch gewöhnen!

Hier ist einiges anders. Soweit war mir das eigentlich schon klar. So ganz komm ich damit aber noch nicht zurecht.
Zumindest nicht immer.
Zum Beispiel wird hier fast ausschließlich ENGLISCH geredet. Ok, das ist jetzt keine Überraschung, aber umgewöhnen muss ich mich trotzdem.
Oder die Geschäfte haben auch alle am Sonntag auf. Wobei es nicht so schwierig ist sich daran zu gewöhnen, weil es ja "mehr" ist als in Deutschland.
Schwierig sind die Sachen, wo etwas fehlt.

Daran muss ich mich noch gewöhnen:
  • dass hier Linksverkehr herrscht. Zu Anfang sehr ungewohnt, mittlerweile gehts besser. Wobei ich noch nicht selbst Auto gefahren bin. Das wird auch nochmal spannend.
  • dass man LINKS ranfährt. Das ist auf ruhigen Strassen besonders wichtig. T. fährt da trotzdem schonmal rechts ran und wundert sich dann, wenn die anderen Autofahrer komisch gucken.
  • dass die Geschäfte unter der Woche schon um 18 Uhr zumachen. Das ist echt doof, weil man kaum dazu kommt was einzukaufen. Nur die Lebensmittelgeschäfte haben länger auf.
  • dass Nikolaus hier unbekannt ist.
  • dass Weihnachten hier im Sommer ist. Da kommt nämlich nicht so viel Stimmung auf bzw. man muss mehr für die Stimmung tun.
  • dass ich in Zukunft im Winter Geburtstag habe und vermutlich nicht mal mehr meinen geliebten Erdbeerkuchen machen kann
  • dass der Zwerg ebenfalls im Winter Geburtstag hat. Dabei wollte ich doch immer ein Sommerkind.
  • dass die Kindersitze hier mit einem Anchorbelt zusätzlich befestigt werden. Das hat den Vorteil, dass sie fest im Auto verankert sind, aber zumindest bei den rückwärts eingebauten Sitzen weiß ich nicht so richtig, wie man das Kind in den Sitz befördern soll OHNE sich komplett zu verenken
  • dass die Sonne hier so knallt. Wenn man im Schatten steht ist es aufgrund des Windes eher zu kühl, aber in der prallen Sonne hält man es keine 3 Minuten aus ohne zu verglühen.
  • dass es fast immer windig ist.
  • dass ich nicht mehr einfach meine Freunde anrufen kann, weil die meistens im Bett liegen, wenn ich mal Zeit habe (Zeitverschiebung sei dank)
  • dass Fenster und Türen hier nach außen aufgehen. Ist zwar ganz praktisch, weil man bedenkenlos Sachen auf's Fensterbrett oder vor die Terassentüren stellen kann, aber wie um alles in der Welt soll ich die Fenster von außen putzen???
  • dass es bei Wind hier im Haus zieht wie Hechtsuppe und das auch, wenn ALLE Fenster und Türen geschlossen sind. Wobei mich das auch nicht wundert, weil Fenster und Rahmen einen fingerbreit auseinanderstehen. Und das bei GESCHLOSSENEM Fenster.
  • dass das Brot hier sehr latschig schmeckt, was mich auch nicht wundert, weil es nur in Plastiktüten verpacktes Brot zu kaufen gibt.
  • dass die Lichtschalter komisch verschaltet sind, wobei das vermutlich an unserem Vermieter liegt.
  • dass unser Vermieter Termine meist nicht so genau nimmt. Eigentlich hab ich ja nicht vor, ihn oft zu sehen, aber manchmal wäre es schon geschickt, wenn er sich an Termine halten würde.
  • dass der Gottesdienst auf englisch gehalten wird. Eigentlich ist das nicht schlimm, aber ich kenn die englischen Gebete halt nicht. Die muss ich erst noch lernen. Genauso wie die Lieder
  • dass die Kirche immer rappelvoll ist. Das kenne ich aus Deutschland nur zu Hochfesten, aber nicht zum "normalen" Sonntagsgottesdienst. Hier kann man froh sein, wenn man noch einen Sitzplatz bekommt, wenn man mal ein bisschen später dran ist.
  • dass im Januar das öffentlich Leben fast still steht. Da machen einfach ALLE Sommerferien.
  • dass es auf den Spielplätzen keine Sandkästen gibt. "Wozu gibt es denn Strände?"
  • dass es hier nur englische Bücher zu kaufen gibt. Zum Glück gibt es Amazon und die verschicken Bücher weltweit ;-)
  • dass DVD's erst mit deutlicher Verspätung hier erscheinen.
  • dass es Taschentücher fast ausschließlich in großen Boxen gibt (wie in Deutschland die Kosmetiktücher) und die 10er Packungen nur selten zu finden sind.
  • dass kleine Packungen (Saft, Milch, etc.) extrem teuer sind
  • dass es Milch und Saft meist in 2-3 Liter Packungen gibt
  • dass Lebensmittelgeschäfte hier einfach RIESIG sind. Aldi ist dagegen richtig klein!!
  • dass man in einem Laden (z.B. Pak'n'save) so gut wie alles kaufen kann und das in einer riesigen Auswahl
  • dass der Zwerg immer erst zwischen 21 und 22 Uhr ins Bett geht. Find ich manchmal nervig, aber sonst ist's ok, weil er dafür einen langen Mittagschlaf macht.
  • dass wir einfach an den Strand gehen können, wenn wir das wollen. Ohne großen Aufwand
  • dass Lebensmittel teurer sind
  • dass die Miete wöchentlich gezahlt wird und das Gehalt alle 14 Tage
  • dass man die Steckdosen über einen Schalter erst anschalten muss bevor Strom fließt
  • dass wir hier einen Gasherd haben
  • dass Häuser hier mit Vorhängen vermietet werden
  • dass die Küchenausstattung zum Haus dazugehört
  • dass man als Mieter eigentlich nichts machen muss (außer zu wohnen und Miete zu zahlen)
  • dass richtige Heizungen unbekannt sind. Wir haben hier eine zentrale HeatPump, die das ganze Haus versorgen soll. Dient im Sommer auch als Klimaanlage und hängt im Hauptraum. Allerdings muss sie schon richtig lange laufen, damit auch die anderen Räume einen Hauch von Wärme abbekommen.
  • dass isoliert NICHT bedeutet, dass die Fenster richtig schließen
  • dass sich neuseeländische Wohnstandarts deutlich von deutschen unterscheiden
  • dass es extra kostet, wenn man sich Essen bringen lässt
  • dass es keine Fertigpizza gibt
  • dass ich in Zukunft selbst Brot backen werde, weil alles andere einfach nicht schmeckt

unsere Wäscheberge...

... gehören nun endlich der Vergangenheit an.

Endlich nach 2 Wochen ohne funktionierede Maschine können wir seit gestern abend wieder waschen.
Das war auch bitter nötig, denn mittlerweile hatten wir schon fast keine frischen Klamotten mehr, einige Bodies und Unterwäsche musste ich zwischendurch sogar mit der Hand waschen.

Vor 2 Wochen hat unsere neue (!!) Waschmaschine den Geist aufgegeben. Der offizielle Kundendienst macht Sommerferien, ein ortsansässiger Händler hat dann noch einen Termin gefunden.
1 Woche später!!
Da hab ich ja schon das schlimmste befürchtet.
Naja, er kam dann auch, hat sich das Gerät angeschaut und gemeint "da kann ich gerade nichts machen, aber ich melde mich morgen wieder, dann versuchen wir einen Reset".
Gesagt getan, er hat uns also die Anweisung zum Reset gegeben. Seine Vermutung war nämlich, dass es kein Motorschaden ist, sondern ein Softwareproblem. Ist mir eigentlich egal, hauptsache er repariert das Teil.
Am Freitag dann der Versuch die Maschine wieder in Gang zu bringen.
Kläglich gescheitert.
War ja klar. Schließlich hat man ja mit Kleinkind auch sooo wenig Wäsche *augenroll*
Und schließlich hatten wir ja auch erst seit einer Woche nicht mehr gewaschen.
Und natürlich hatte der Servicemann auch keinen Termin mehr am Wochenende.
Montag (31.12.) hatten sie Betriebsurlaub, Dienstag und Mittwoch waren hier Feiertage. Also nochmal 1 (!!!!) Woche warten.
Ohne Maschine (Ersatzmaschine konnten wir so schnell nicht besorgen).
Ohne Waschen.
Ohne Idee, wie es weitergehen soll.

Immerhin haben wir direkt für Donnerstag einen Termin bekommen.
Und der Mechaniker kam. Erst am Nachmittag, aber immerhin doch direkt am Donnerstag.
Er hat dann nochmal versucht, unser Gerät in Gang zu bringen, ist genauso gescheitert wie wir und hat uns dann...


.... ein Ersatzgerät hingestellt *jippijubelfreu*
und unser Gerät mitgenommen.

Und dann hat er festgestellt, dass er das Ersatzgerät nicht anschließen kann, weil die Schläuche fehlen. Normalerweise machen die es so, dass sie ein Ersatzgerät mit den Schläuchen des Originals anschließen. Nur ging das bei uns nicht, weil wir die Schläuche nicht von unserer Maschine abmontieren können. Und außerdem werden neuseeländische Maschinen mit kaltem UND warmen Wasser versorgt. Bei unserer Maschine ist aber nur ein Kaltwasseranschluss vorgesehen.
Also hat er unser Gerät mitgenommen, das Ersatzgerät stehen lassen und versprochen gestern noch mit den Schläuchen vorbeizukommen.

Der Kollege kam dann und hat das Gerät angeschlossen und ich hab mich dann erstmal dran gemacht unsere Wäscheberge zu sortieren. Mittlerweile mussten wir die Wäsche nämlich schon auslagern, weil die Tonne (obwohl nicht klein) einfach übervoll war.

Und nach einem Waschmarathon gestern und heute haben wir nur noch ein kleines bisschen schmutziger Wäsche hier, die gesamte Wäscheleine in der Garage hängt voll und ich finde einen Timer an der Waschmaschine schon sehr praktisch, weil die Wäsche nicht die ganze Nacht in der Suppe liegen musste ;-)

Und da auch die andere Maschine gut wäscht ist mir auch fast egal, wie lange die zum reparieren brauche. Der Mechaniker meinte nämlich, dass es etwas dauern könnte, weil die Ersatzteile zwar schon bestellt aber leider vergriffen seien. Dieser Fehler sei bei diesem Maschinentyp gehäuft aufgetreten.
Das macht natürlich die Abwicklung als Garantiefall einfacher. Vor allem, weil wir unsere Rechnung doch wieder haben ;-)

Ich bin mal gespannt, wie lange es jetzt dauert, bis wir unsere Maschine wiederhaben. Wobei ich erstmal froh bin, dass wir überhaupt wieder waschen können. Ich glaub ich hab mich noch nie so gefreut, dass ich Wäsche machen muss, wie gestern.

endlich sagt er es!!!

Endlich, nach 17 Monaten Wartezeit haben wir lange genug gewartet.
F. weiß nicht nur, wer wir sind, er kann es jetzt auch sagen!! :-D

Ständig habe ich von anderen Müttern gehört "also mein Kind sagt außer Mama, Papa, Wauwau nicht viel" und ich hab mich schon gefragt, ob Sohnemann das mit Mama und Papa jemals auf die Reihe bekommt.

Dabei haben wir ihn doch ständig gefragt:
"Wo ist der Papa?" oder "Wo ist die Mama?"
und bekamen einen ausgestreckten Arm und ein "dddaaaaaaaaaaaaa" zur Antwort.

Quasi als Neujahrsgeschenk sagte er dann zum erstenmal "Mama"
Hach war das schön.
Zuerst nur auf Aufforderung:
"Sag mal Mama"
"ddaaaaaaaaaa"
"ja, aber SAG es"
"Mama"

Später auch einfach so.

Und am 2.1. hat er dann auch Papa gesagt.

Das schönste an der Sache ist, dass wir uns ALLE freuen, wenn er das sagt.
Auch er selbst strahlt dann über das ganze Gesicht.
Vermutlich merkt er, dass er uns eine Freude damit macht.

Weihnachten II

so, das war es also.
Unser erstes Weihnachtsfest in Neuseeland.
Anders als in Deutschland, aber das wundert ja nun wirklich keinen.

Da das Wetter über die Feiertage sehr bescheiden war und die beiden Herren dazu noch erkältet haben wir einfach ein paar gemütliche Tage daheim verbracht. Lesend, schlafend, spielend, aufräumend,....
Also eigentlich doch ganz ähnlich wie die letzten Jahre. Da war nämlich spätestens ab dem 25.12. Mittags auch nur noch rumliegen angesagt.
Am 26.12. konnten wir dann auch endlich wieder einkaufen gehen. ;-)
Schon schlimm, wenn die Geschäfte wirklich einen ganzen Tag geschlossen haben.
Irgendwie ist es ja schon praktisch, aber es zerstört auf jeden Fall die festliche Stimmung.
Naja, man MUSS ja nicht einkaufen gehen.

Zwerglein hilft mittlerweile auch beim Aufräumen kräftig mit. Die Windel hat es ihm angetan. Die trägt er immer nach dem Wickeln zum Mülleimer und wirft sie rein. Mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er nie was anderes getan :-)
Bücher verschwinden nach dem Lesen wieder im Regal, das Puzzle räumt er auch zur Seite.

Am 28.12. haben wir es dann doch endlich an den Strand geschafft. Bei wieder tollem Wetter und ordentlichem Wind. F. hat es sichtlich genossen und wollte ständig Steine ins Wasser werfen, was dem Vater nasse Füße eingebracht hat :-)

Nächstes Jahr wird bestimmt anders.
Bis dahin kennen wir ja dann doch ein paar Leute und können neuseeländisch feiern.
Hoffentlich!