und der Einfachheit halber fange ich von ganz vorne an.
unsere alte Waschmaschine haben wir verkauft kurz bevor wir nach Neuseeland abgeflogen sind. Etwa 2 Wochen vorher. Natürlich ist in der Zeit noch jede Menge Wäsche angefallen, aber dank unserer lieben Freundin P. war das kein Problem (Danke nochmal). Wir sind also mit fast komplett frisch gewaschener Wäsche aus Deutschland aufgebrochen.
In Neuseeland angekommen hatten wir ja dieses schnuckelige Apartment. Auch wenn ich es da nicht so toll fand, hatten wir doch immerhin eine Waschmaschine. Und einen Trockner. Alles zusammen in einem Gerät. Um ehrlich zu sein misstraue ich solchen Dingern ja, aber was solls. Die Wäsche war immer sauber und den Trockner haben wir einfach nicht genutzt, sondern das Zeug ganz altmodisch auf einem (eigenartigen) Wäscheständer getrocknet.
Dann sind wir umgezogen in ein fast leeres Haus. Also haben wir vorher nochmal ALLES gewaschen, weil ja in einem fast leeren Haus auch keine Waschmaschine drinne steht. Wir haben uns erstmal nichts gedacht und fleißig unsere Wäsche gesammelt. Irgendwie werden wir das Problem schon lösen, bevor uns die Klamotten ausgehen.
5 Tage später kam dann unser Container, und damit auch unsere Waschmaschine. Was nicht kam, ist unser Werkzeug (hat MAF noch einbehalten um es zu überprüfen). Also konnten wir die Maschine nicht anschließen, denn ohne Werkzeug kann man weder die Transportsicherung rausdrehen noch die Maschine ordentlich ausrichten. Aber zum Glück hat T. ja einige Arbeitskollegen und einer hat uns dann Schraubschlüssel geliehen.
Am Dienstag war es dann endlich soweit. T. hat die Waschmaschine aufgestellt und dann....
mussten wir sie nur noch ans Wasser anschließen.
"Nur noch" ist gut gesagt. DAS war garnicht so einfach. Weil wir die hier an eine Spüle anschließen müssen, wo der Anschlussschlauch nicht durchpasst, wo man nicht sieht, wie man die Anschlüsse richtig ineinander dreht, wo alles ganz klein und verwinkelt ist.
War also garnicht einfach, aber mit der richtigen Polstertechnik hat T. es geschafft sich so unter die Spüle zu legen, dass er gesehen hat, was er tut. Und dann hat er es auch tatsächlich geschafft.
Jetzt also noch den Hahn aufdrehen, hoffen, dass alles dicht ist, Strom dazu und es kann losgehen!!!
Und so war es auch.
Alles dicht!
Strom hatten wir auch.
Also die erste Maschine angeworfen.
Mittlerweile war es wirklich dringend nötig, denn wenn 3 Leute 1,5 Wochen lang Wäsche ansammeln, dann ist das eine ganze Menge und uns gingen langsam aber sicher die Bodies und andere Kleidungsstücke für den Zwerg aus.
Und dann die erste Wäsche.
Ich hab gedacht ich höre nicht richtig.
soooooo leise! :-)
Also die Maschine könnte schon fast im Schlafzimmer stehen und würde in vollem Betrieb nicht stören!
Fast lautlos.
Ok, das Pumpen und Schleudern ist etwas lauter, aber der Motor ist supergigantischtotalleise!!! Ich bin total begeistert.
Also haben wir am Mittwoch noch 2 Maschinen gewaschen und alles in der Garage aufgehängt. Eigentlich bin ich ja ein Fan von "im Wind getrocknet", aber bei 2 Tagen Dauerregen geht das einfach nicht. Und die Garage ist so groß, da stören die Wäscheleinen auch garnicht.
Nach 3 Maschinen war dann Schluss, weil wir ja auch nicht unendlich viel Leine haben ;-)
Nachmittags hab ich dann trotzdem noch eine Maschine angeworfen (ja, wir hatten WIRKLICH viel Wäsche) und damit war die Wäschetonne wieder leer.
Und da der Zwerg auch mithelfen wollte, haben wir die Maschine zusammen beladen. Ganz langsam und gemütlich ein Teil nach dem anderen. Und wenn was runtergefallen ist, dann hat er das ganz sorgsam aufgehoben und auch in die Maschine gelegt.
Alleine wär ich schneller gewesen, aber ich hab ja jede Menge Zeit. Und es macht einfach Spass, wenn der Zwerg mithelfen kann. Ihm UND mir!
Ja und dann....
... dann hat die Maschine auf einmal nichts mehr gemacht. Waschgang war fertig und dann mitten im Spülgang abgebrochen. Und ich konnte die Waschmaschine auch nicht dazu überreden nochmal was zu machen.
Nach einigen Versuchen, dem Lesen der Gebrauchsanleitung und noch mehr Versuchen war dann klar:
"Motorschaden! Kundendienst rufen!"
aaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrggggggggggghhhhhhhhhhhhh
haben wir nicht sowieso schon genug zu tun???
Muss das ausgerechnet uns passieren???
Die Maschine ist doch ganz neu, das kann doch garnicht sein!!!
Was machen wir denn jetzt???
Aber zum Glück sind wir ja hier in Neuseeland und da gibt es für alles eine Lösung. Die Lösung für unser Waschmaschinenproblem hab ich auch direkt gefunden, als ich abends T. vom Zug abholen ging.
Ich sah nämlich in mehr als einem Vorgarten Wäschespinnen voll behängt mit Wäsche. Und das an einem Tag, an dem es nichts anderes gemacht hat als zu regnen.
SO wäscht man also in Neuseeland seine Wäsche!
Hätte ich auch eher drauf kommen können.
Blöd nur, dass es heute nicht mehr geregnet hat.
Wobei...
... wir haben ja im Moment keine Wäsche. Es müssten dann also einfach in ein paar Tagen nochmal dauerregnen und wir können die Wäsche auf der Leine waschen :-D
Oder war heute vielleicht allgemeiner Wäschetrockentag???
So ganz blick ich noch nicht durch. Aber das wird bestimmt. Und wenn alle Stricke reißen, lassen wir halt die Waschmaschine reparieren.
Das heißt, wenn wir jemanden finden, der das macht.
Wir haben nämlich heute bei der Hotline angerufen und...
... die machen URLAUB bis zum 20. Januar. Soviel zum Thema HOTLINE!!!!! Das muss man sich mal vorstellen, da steht uns das Wasser in der Maschine, weil sie nimmer abgepumpt hat und jetzt soll das einen ganzen Monat so bleiben???
Zum Glück gibt es ja noch einen Nummer für "urgent cases". Da haben wir uns einfach mal dazugezählt und angerufen. Nur um festzustellen, dass derjenige garnichts mit Waschmaschinen am Hut hat.
T. hat dann zum Glück noch jemanden aufgetan, der sich über die Hotline um die Ersatzteile kümmern will (ob das klappt??) und dann auch schon am Donnerstag kommt. Also am nächsten Donnerstag. Der zwischen Weihnachten und Silvester.
Menschmenschmensch.
Irgendwie haben wir kein Glück mit unserer Waschmaschine.
Aber im Moment ja immerhin fast keine schmutzige Wäsche ;-)
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